Einige Gedanken zum Thema „wirsindmehr“ und den Demonstrationen vom 13.10.2018 – von Michael Dill

Bis zu 200.000 in Berlin, mehrere Tausend Menschen in anderen Städten Deutschlands gingen auf die Straße – ihr gutes Recht. Aber für was genau demonstrierten diese von in Berlin bis 4500 Organisationen zusammen gerufenen Menschen genau? Für Zusammenhalt. Unteilbarkeit, die offene Gesellschaft. Ich denke, wenn man die Menschen genau fragt, was sich genau dahinter verbirgt, kommen wenige genaue Antworten. Ein Zeichen, dass mit Phrasen und Parolen gearbeitet wird, die keinen wesentlichen Inhalt besitzen. Wie schnell die „Unteilbarkeit“ vorbei sein kann wird daran deutlich, dass gut situierte, meist grün wählende Berliner alles tun, damit ihr Kind nicht auf eine Brennpunkt-Schule im Wedding oder Neukölln muss. Da wird sogar extra umgezogen. Unteilbar? Der „Gesellschaft“ vorschreiben, Zusammenhalt zu demonstrieren, aber in der Keimzelle der Gesellschaft ist, wenn es um den Nachwuchs geht, der schließlich Chancen im Leben haben soll, damit schnell Schluss. Eine Gewissheit ist so alt wie die Menschheit: In guten Zeiten, und diese haben wir aktuell, insbesondere wirtschaftlich, ist es sehr leicht sich für höhere Ziele einzusetzen, da bekommen die Grünen auch schon mal 18% – eben fürs gute Gefühl und das noch bessere Gewissen. Auch offene Grenzen und eine schnell propagierte „No Border – No Nations“- Überzeugung reift schnell heran, schließlich ist es toll heute nach Lissabon, morgen nach Melbourne und schließlich danach nach Miami reisen zu können. Schnell vorbei ist es mit der Herrlichkeit, Vergleiche mit der Schulauswahl in Berliner Problembezirken sind da ein Wetterleuchten sind durchaus gegeben, wenn die wirtschaftliche Lage kippt, Arbeitslosigkeit steigt, den Menschen und den öffentlichen Kassen plötzlich die Mittel fehlen um „Unteilbarkeit“ zu finanzieren bzw. ruhig zu stellen. In diesem Situationen zeigt sich die Stärke einer Gesellschaft. Eine solche Situation gab es zuletzt nach dem 2. Weltkrieg und dann abgeschwächt noch einmal in den 1990er Jahren als die Arbeitslosigkeit sehr hoch war und sie drohte die Gesellschaft zu zerreißen. Die Geschichte lehrt, dass insbesondere in historisch kulturell homogenen Gesellschaften solche Krisen gemeistert werden können. Länder mit Einwanderer-Historie wie die USA sind nicht vergleichbar mit den Ländern Europas. Hier wird sich erst noch zeigen, ob die von den Demonstranten tatsächlich bevorzugte reine Multi-Kulti-Gesellschaft Krisen wie Naturkatastrophen, Wirtschafts-Crashs und Massenarbeitslosigkeit meistern kann. Ich persönlich habe daran arge Zweifel. Diese werden genährt durch die Bilder in Pariser Vororten oder in Londoner Problemviertel sowie entsprechenden Meldungen aus Schweden, einem Land, das gerade die Quittung für die jahrelang praktizierte Schönwetterpolitik bekommt.

Es ist leicht sich gegen das angeblich und mit allen psychologischen Mitteln aufgeheizte „Böse“, also gegen die AfD (die den anderen aufgrund Stimmenverlust viel Geld kostet!) zu mokieren und etwas für sein ja angeblich so reines Gewissen zu tun. Ein Gewissen aber, das anhand zigfacher Morde, Vergewaltigungen und Körperverletzungen durch die propagierten „offenen Grenzen“ Schrammen ohne Ende haben sollte. All das spielt aber in dieser medial geschürten Massenpsychose, nur vergleichbar mit dem „Sommermärchen 2006″, die hier vollzogen wird keine Rolle. Die nahe liegende Vergangenheit und die Vorkommnisse nicht und die Zukunft erst recht nicht. Es zählt offenbar nur noch das Gefühl im hier und jetzt. Ohne wirkliche Taten folgen zu lassen oder sein Tun abschätzen zu können und mit den Konsequenzen dann auch wirklich leben zu wollen, ist es nichts wert einen Samstag auf der Straße ein Plakat hoch zu halten, gegen angebliche Nazis und einen mantrahaft vorgetragenen “ Rechtsruck“ zu sein um dann noch auf das Gratis-Konzert zu gehen wo Gestalten wie Grönemeyer auftreten, der zum wiederholten Male eben wieder mit dem Heli aus seinem Londoner Luxusviertel zur Belustigung eingeflogen wurde….Von wem finanziert? Es ist alles so durchschaubar, was aktuell gespielt wird. Eins steht für mich ganz klar fest: Ab dem Zeitpunkt, an dem Deutsche, grün wählende Wohlfühl-Eltern in Berlin ihre Kinder überwiegend auch in Schulen schicken, an denen 90%-Migrantenanteil herrscht, also ihren Kindern die „Unteilbarkeit“ tatsächlich vorleben, ab dem Zeitpunkt könnte auch ich in der Lage sein, die geforderte neue Gesellschaftsform als etwas Positives zu betrachten. Vorher allerdings nicht! Bis dahin bleibt alles Heuchelei.

Michael Dill

Abgeordneter der Kreistags Hochtaunus

Posted in Aktuelles.